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Veranstaltungsort:
(wenn nicht anders angegeben)
FILMCLUB 813 / Kino in der Brücke
Hahnenstraße 6, 50667 Köln
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Mittwoch, 6.10.2004, 21 Uhr
Die freudlose Gasse Regie: Georg Wilhelm Pabst, D 1925
Reihe: Alles, alles über Deutschland: Auf den Straßen

Montag, 11.10.2004, 21 Uhr
Die Geschichte der O. Regie: Just Jaeckin, F/BRD 1975
Reihe: Udo Kier Werkschau

Mittwoch, 13.10.2004, 21 Uhr
Nachts auf den Straßen Regie: Rudolf Jugert, BRD 1951
Reihe: Alles, alles über Deutschland: Aud den Straßen

Donnerstag, 14.10.2004, 21 Uhr
Verführung: Die grausame Frau Regie: Elfi Mikesch & Monika Treut, BRD 1985
Reihe: Udo Kier Werkschau

Sonntag, 17.10.2004, 17 Uhr
Tod eines Weltstars Regie: Christoph Schlingensief, D 1994
100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker Regie: Christoph Schlingensief, BRD 1988/89
Mrs. Meitlemeihr Regie: Graham Rose, GB 2002
Reihe: Udo Kier Werkschau
In Anwesenheit von Udo Kier

21 Uhr
The Last Trip to Harrisburg Regie: Bernd Brummbär, Udo Kier, Ed Lachman, BRD 1984
Reihe: Udo Kier Werkschau
In Anwesenheit von Udo Kier
Egomania - Insel ohne Hoffnung Regie: Christoph Schlingensief, BRD 1986
Reihe: Udo Kier Werkschau
In Anwesenheit von Udo Kier

Montag, 18.10.2004, 21 Uhr
Pankow '95 Regie: Gabor Altorjay, BRD 1983
Reihe: Udo Kier Werkschau

Dienstag, 19.10.2004, 19 Uhr
"Alles Animiert!"
Ausgewählte Animationsfilme der Kunsthochschule für Medien Köln

Mittwoch, 20.10.2004, 21 Uhr
Die Abfahrer Regie: Adolf Winkelmann, BRD 1979
Reihe: Alles, alles über Deutschland: Auf den Straßen

Donnerstag, 21.10.2004, 21 Uhr
Andy Warhols Dracula Regie: Paul Morrissey, Italien 1973
Reihe: Udo Kier Werkschau

Samstag, 23.10.2004, 19.30 Uhr
Goldflocken Regie: Werner Schroeter, BRD/F 1975/76
Reihe: Udo Kier Werkschau

Montag, 25.10.2004, 21 Uhr
My Private Idaho Regie: Gus van Sant, USA 1991
Reihe: Udo Kier Werkschau


MI 6.10.04
21 UHR

Alles, alles über Deutschland: Auf den Straßen

DIE FREUDLOSE GASSE

D 1925, s/w, 110 Min.

Regie: G.W. Pabst
Buch: Willy Haas nach dem Roman von Hugo Bettauer Kamera: Guido Seeber, Curt Oertel Darsteller: Asta Nielsen, Greta Garbo, Werner Krauß, Valeska Gert, Einar Hanson, Tamara Tolstoi, Henry Stuart, Jaro Fürth

"Wien während der Inflationszeit der zwanziger Jahre: Kriegsgewinnler und Spekulanten amüsieren sich. Die Bevölkerung ist den neuen 'Besitzenden' hilflos ausgeliefert, dem Metzger (Werner Krauß), dem sich verzweifelte Mütter für ein Stück Fleisch hingeben müssen, und Frau Greifer (Valeska Gert), in deren Etablissement mittellose Mädchen verkuppelt werden... [...]"
Lexikon des deutschen Films

"Pabsts Schilderung des Elends der Wiener Mittelschichten während der Inflation, das in mehreren ineinander verflochtenen Geschichten um Prostitution und Verbrechen dargestellt wird, enthält stark melodramatische Züge, war aber realistisch genug, um das zeitgenössische Publikum zu schockieren. [...] Pabsts Talent für die Darstellerführung war hier bereits weit entwickelt, und die Kontrastierung der damals noch unbekannten Greta Garbo mit dem Star Asta Nielsen ist sehr wirkungsvoll; gleiches gilt für seinen Einsatz der beliebten Kabarettistin Valeska Gert als Bordellmutter."
rororo-Filmlexikon

Der Film begründete Pabsts Ruf als wichtigster Regisseur der "Neuen Sachlichkeit" im deutschen Film.

 

MO 11
21 UHR

Werkschau Udo Kier

DIE GESCHICHTE DER O.
HISTOIRE D'O

F/BRD 1975, Farbe, DF, 104 Min.

Regie: Just Jaeckin
Buch: Sébastian Japrisot Kamera: Robert Fraisse Musik: Pierre Bachelet Darsteller: Corinne Cléry, Udo Kier, Anthony Steel, Jean Gaven, Christiane Minazzoli

"Ein junges Mädchen wird durch ihren Geliebten und seinen älteren Freund dazu gebracht, ihnen und anderen Männern jederzeit und auf jede Weise, auch für Züchtigungen, zur Verfügung zu stehen. Ihre absolute Selbstaufgabe und Unterwürfigkeit werden als Zeichen ihrer Liebe und Selbsterfüllung gewertet. Das optisch und akustisch geschleckte sado-masochistische Machwerk könnte als lächerlicher Kitsch abgetan werden, läge ihm nicht eine sexual-faschistische Haltung zugrunde, die der Frau Existenzberechtigung nur als Lustobjekt des Mannes zubilligt. - Wir raten ab."
Handbuch IX der katholischen Filmkritik

 

MI 13.10.04
21 UHR

Alles, alles über Deutschland: Auf den Straßen

NACHTS AUF DEN STRASSEN

BRD 1951, s/w, 112 Min.

Regie: Rudolf Jugert
Buch: Fritz Rotter, Helmut Käutner Kamera: Václav Vich Musik: Werner Eisbrenner Gesang Margot Hielscher Darsteller: Hans Albers, Lucie Mannheim, Hildegard Knef, Marius Goring, Heinrich Gretler, Karin Andersen

"Bei einer Fahrt auf der nächtlichen Autobahn findet der Fernfahrer Heinrich Schlüter (Hans Albers) eine große Summe Geld. Anfänglich will er das Geld bei der Polizei deponieren, doch die Versuchung, sich in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren endlich etwas leisten zu können, ist zu groß. [...]
Schnörkellos direkt, die Balance von Handlungs- und Bilddynamik betonend, inszenierte Jugert diesen Fernfahrerfilm, der die Stimmung der anbrechenden Wirtschaftswunder-Ära reflektierte. Seinem Bemühen um zeitkritischen, ungeschminkten Alltagsrealismus blieb der Regisseur auch in diesem Film treu. Neben Hans Albers, der dem in Versuchung geratenden Fernfahrer menschliche Konturen verleiht, trägt auch Komponist Werner Eisbrenner mit seiner kontrastierenden musikalischen Untermalung der kleinbürgerlichen Arbeitermilieuszenen und der schillernden Halbweltsequenzen zum stimmigen Gesamtbild bei."
Lexikon des deutschen Films

Der Film erhielt für seine Gesamtleistung (Regie, Buch und Darstellung) den Bundesfilmpreis 1952.

 

DO 14.10.04
21 UHR

Werkschau Udo Kier

VERFÜHRUNG: DIE GRAUSAME FRAU

BRD 1985, Farbe, 84 Min.

Kamera & Regie: Elfi Mikesch & Monika Treut
Buch: Elfi Mikesch & Monika Treut nach Motiven des Romans "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher-Masoch Darsteller: Mechthild Grossmann, Udo Kier, Sheila McLaughlin, Carola Regnier, Peter Weibel, Georgette Dee

"VERFÜHRUNG: DIE GRAUSAME FRAU ist keine feministisch gefärbte Verfilmung der 'Venus im Pelz' (von Sacher-Masoch), aber sie spielt mit der Romangeschichte. Wanda ist es gelungen, einen Platz im bürgerlichen Leben zu gewinnen, Gregor bleibt in der alten Traumwelt individueller Leidenschaft eingeschlossen. Er lebt zwischen Requisiten und Reliquien masochistischer Riten. [...] Die 'neue Wanda' eröffnet eine Galerie. Sie nimmt ihr Leben als Domina - Projektionsfigur für den männlichen Masochismus - jetzt selbst in die Hand und macht aus ihm eine Kunst, die sich verkauft. Mit einem Ensemble, zu dem auch Gregor gehört, arrangiert sie Shows, in denen masochistische Riten zelebriert werden, Riten der Versklavung, der Fesselung, Folter, Demütigung und Unterjochung."
Heide Schlüpmann, Karola Gramann

"Aufregenderes, subversiveres, seltsameres Kino wird man so bald bei uns nicht zu sehen bekommen."
H.C. Blumenberg

"Merci pour ce très beau film."
Jean Baudrillard

 

FR 15.10.04
19 UHR

In Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein: Fresh Aufhebung - Eine Filmreihe von Jutta Koether /
Werkschau Udo Kier

MEDEA

Dänemark 1987/88, Farbe, OmU, 75 Min.

Regie: Lars von Trier
Buch: Lars von Trier, nach dem gleichnamigen Drama von Euripides, inspiriert von einem Szenario von Carl Theodor Dreyer und Preben Thomsen Kamera: Sejr Brockmann Musik: Joachim Holbek Darsteller: Kirsten Olesen, Udo Kier, Ludmilla Glinska, Henning Jensen, Baard Owe, Solbjorg Hojfeldt

MEDEA ist eine Tragödie um Eifersucht und tiefe Trauer einer verlassenen Frau und Mutter zweier Kinder sowie um Haß, der von diesen Emotionen entzündet wird. Euripides zeigte Medeas finstere Geschichte im gleißenden Licht Griechenlands. Lars von Trier tauchte sie ins Silbergrau der Nordseemarschen. Wie in seinem Erstlingsfilm THE ELEMENT OF CRIME verwandelt er Licht und Farbe ganz untraditionell mit überwältigender Wirkung.
In dieser faszinierenden nordischen "Medea"-Version spielte Udo Kier den Jason.

"MEDEA. Weh, führe durchs Haupt mir der himmlische Strahl!
Was brächte mir noch mein Leben Gewinn?
Weh, weh mir! O fänd' ich Erlösung im Tod
Und schied' aus dem traurigen Leben!"
Euripides, "Medea"

 

SO 17.10.04
17 UHR

Werkschau Udo Kier / Udo Kier Live

TOD EINES WELTSTARS

D 1994, Farbe, 45 Min

Regie: Christoph Schlingensief
mit: Udo Kier, Alfred Edel, Dietrich Kuhlbrodt, Christoph Schlingensief

Wer war Udo Kier, dieser Mann mit den ausdrucksstarken Augen, der mit den Großen des Kinos gearbeitet hat, der seine Mutter verehrte und ansonsten so wahnsinnig einsam war? Ein Portrait des Mannes, der sich nach seinem letzten Film in eine Villa in der Toskana zurückziehen wollte, aber von einem deutschen Filmteam entdeckt wird. Die illustre Schlingensief-Familie versammelt sich im Landhaus des Stars...


100 JAHRE ADOLF HITLER - DIE LETZTE STUNDE IM FÜHRERBUNKER

BRD 1988/89, s/w, 60 Min.

Buch & Regie: Christoph Schlingensief
Kamera: Foxi Bärenklau Musik: Tom Dokoupil Darsteller: Volker Spengler, Brigitte Kausch, Margit Carstensen, Dietrich Kuhlbrodt, Alfred Edel, Udo Kier

"Neun Personen, fünf Männer, vier Frauen, von einem Handscheinwerfer aus dem Dunkel herausgezerrt, belauern sich. Wir sehen die letzte Stunde im Führerbunker.
In knapp 16 Std. an einem Stück gedreht, in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. 100 JAHRE ADOLF HITLER zeigt Inzest und Intrigen, Getöse und Krawall. Es geht 'um die große Geste und den Abgrund und das Lachen, wenn es gut gegangen ist'. (Schlingensief)"
Filmgalerie 451


MRS. MEITLEMEIHR

GB 2002, Farbe, ca. 30 Min., OF

Regie: Graham Rose
Buch: Graham Rose, Jeff Rawle Darsteller: Udo Kier, John Levitt, Hendrik Arnst, Joerg Stadler

"Ja, die Geschichte ist folgende: Bei Kriegsende ist Adolf Hitler nach England geflohen, die Leiche, die man fand, war gefälscht. In London wartete er als alte Frau auf einen Brief von Goebbels mit dem Ticket, das ihn nach Argentinien bringen sollte..."
Udo Kier

 

21 UHR

Werkschau Udo Kier / Udo Kier Live

THE LAST TRIP TO HARRISBURG

BRD 1984, s/w, 11 Min.

Ein Film von: Bernd Brummbär, Udo Kier, Ed Lachman
Kamera: Ed Lachman Musik: Sheldon Ancel, Helmut Zerlett Darsteller: Udo Kier Texte aus der Bibel gesprochen von: Rainer Werner Fassbinder

Im März 1979 ereignete sich bei Harrisburg der bis zu diesem Zeitpunkt größte bekannt gewordene Unfall in einem Kernkraftwerk.

"Eigentlich sind die Texte ein Monolog, optisch aufgeteilt durch Frau - Mann, dadurch bekommt der Film eine eigene Spannung, beide Geschlechter reagieren auf die Bedrohung.
Die Opferung des Hammels ist ein Ritual, bis ins Mittelalter wurden Tiere geopfert, um die Menschen gnädig zu stimmen.
Jesus Christ war auch Opferlamm für Gott, um die Menschen zu erlösen.
Hauptteil des Films (Trip to Harrisburg) apokalyptische Situation unserer heutigen Zeit. Vor- und Nachspann (Opferung), um die Welt zu versöhnen."
Udo Kier


EGOMANIA - INSEL OHNE HOFFNUNG

BRD 1986, Farbe, 86 Min.

Buch & Regie: Christoph Schlingensief
Kamera: Dominik Probst Musik: Tom Dokoupil, Christoph Schlingensief, Helge Schneider Darsteller: Udo Kier, Tilda Swinton, Uwe Fellensiek, Anna Fechter, Anastasia Kudelka, Dietrich Kuhlbrodt

"Dr. Faustus im Eis... oder... eine deutsche Geschichte über den Verfall der Zivilisation in der Tradition der Nibelungen. Ein Drama über Liebe, Eifersucht, Gier und Mord. Auf einer einsamen Insel im Atlantik lebt eine Handvoll Menschen, in deren Mittelpunkt ein junges Paar steht, deren aufkeimende Liebe von allen anderen bedroht wird."
Katalog Filmfestspiele Berlin 1987

"Christoph ist ein Wahnsinniger, ein Rebell. Ich tendiere ja auch zum Wahnsinn, somit ergänzen wir uns wunderbar. [...] Bei Christoph lebe ich meinen Wahnsinn aus. Bei ihm habe ich alles gespielt, sogar den Teufel und seine Tante, in EGOMANIA. Das war mein erster Film mit ihm, nachdem ich ihn bei Filmfestspielen in Berlin kennengelernt habe. Ich, er und Tilda Swinton haben uns dort unter den Tisch gesoffen und beschlossen, einen Film zu machen."
Udo Kier, zit. n. GALORE, Volume 4 (Uwe Huber)

"Udo Kier und Tilda Swinton: grandios!"
Cinema

"Schlingensiefs traurigster, romantischster und komischster Film."
Der Spiegel

 

MO 18.10.04
21 UHR

Werkschau Udo Kier

PANKOW '95

Buch & Regie: Gabor Altorjay
Kamera: Jörg Jeshel Musik: Tom Dokoupil, Gabor Altorjay Darsteller: Udo Kier, Christine Kaufmann, Dieter Thomas Heck, Tom Dokoupil, Magdalena Montezuma, Nina Hagen

"Die Geschichte des Musikwissenschaftlers Johann Wolfgang Amadeus Zart (Udo Kier), der wegen seiner Forschungen vom Staatssicherheitsdienst in eine psychiatrische Klinik eingesperrt wird und der sich, unterstützt von seiner untreuen Frau Laura (Christine Kaufmann) und seinen Mitpatienten, dem Frauenforscher, dem südenverliebten Argentinier und dem fluoreszierenden, frühreifen Retortenbaby Arnim aus Wuppertal, schließlich in ein Karibikparadies befreit - diese Geschichte hat die Absurdität eines Traums. Realität, ins Groteske verzerrt. Altorjay inszeniert Orwell-Zutaten zu düsteren Zukunftsassoziationen, aufgelöst durch Witz im Detail."
Christiane Grefe, Süddeutsche Zeitung

 

DI 19.10.04
19 UHR

In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln

Alles animiert!
Kurzfilmprogramm

Vom Lege- und Zeichentrick über animierte lebensgroße Puppen bis hin zu 3D-Computeranimationen und Mischtechniken - das Spektrum der Animationsarbeiten an der KHM ist groß. Der Abend gibt einen Einblick in neue und alte Techniken, zeigt Filme, die auf internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurden und feiert vier Premieren.

A GOOD ONE
D 2002, Farbe, 4 Min.
Ein Film von Sandeep Mehta
Ein kleiner, prähistorischer Spielzeughund flüchtet von einem Schrottplatz, während Schubkarren eine Choreografie tanzen. Ein Robocop-Hund nimmt die Verfolgung auf. Musikvideo für Thomas Brinkmann.

MANTIS
D 2003, Farbe, 8 Min.
Ein Film von Jordi Moragues
Die stilisierte Darstellung des Lebenszyklus einer Gottesanbeterin.

DIE FLICKENKÖNIGIN
D 2002, Farbe, 3 Min.
Ein Film von Lars Henkel
In einer surrealen Welt aus Nähutensilien und Schnittmustern näht die Flickenkönigin gebrochene Herzen und verlangt dafür einen Tribut. Musikvideo für Meret Becker.

ALLERLEIRAUH
D 2004, Farbe, 10 Min.
Ein Film von Anja Struck
Ein Mädchen ohne Beine, ein totes Reh und ein Mann mit Fuchsmaske in einer Szenerie subtiler Gewalt. Ein surrealer Animationsfilm nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm.

IT NEVER WAS YOU
D 2003, Farbe, 4 Min.
Ein Film von Sandeep Mehta
Eine Frau auf der Suche nach der Liebe nachts in den Wirren der Großstadt. Musikvideo für Thomas Brinkmann.

MATHILDA
D 2004, Farbe, 7 Min.
Ein Film von Oliver Stephan
Mathilda: Ein skurriles Märchen von einem Wissenschaftler, der auf der Suche nach der Seele in Puppen ist und über seinen wissenschaftlichen Horizont nicht hinauszugehen vermag.

FENSTER MIT AUSSICHT
D 2001, Farbe, 9 Min.
Ein Film von Vera Lalyko
Zur Musik von Oskar Sala erzählt der Film von spannenden Alternativen, wenn einem die Aussicht aus den eigenen vier Wänden zu langweilig geworden ist.

GNOME SWEET GNOME
D 2002, Farbe, 4 Min.
Ein Film von Teresa Diehm
Schon mal einen Gnom am Bein kleben gehabt? Und was tun, wenn sich das Problem verdoppelt? Denn ein Gnom kommt selten allein. Zu David Bowies gleichnamigem Musikstück.

DER ZOLLSTOCK
D 2004, Farbe, 5 Min.
Ein Film von Philip Ostman von der Leye
Ein gewöhnlicher zehngliedriger Maßstab entfaltet Flügel und geht auf Reisen.

DR. PILL
D 2004, Farbe, 6 Min.
Ein Film von Stephanie Beaugrand
Dr. Pill behandelt jedes  Unwohlsein mit einer Pille. Die Genesung indes ist reine Illusion.

ILLUSION
D 2004, Farbe, 3 Min.
Ein Film von Magda Karczewska
Ist das Telefonieren nicht eine Illusion? Eine Illusion der Nähe, ein Täuschungsmanöver der Sinne?

ZASUKANEC
D 2004, Farbe, 7 Min.
Ein Film von Spela Cadez
Der Alltag in der Schneiderei ist so turbulent. Wenn sich der Schneider unbeobachtet fühlt, läßt er gern seine Gedanken die Arbeit machen. Doch was geschieht, wenn die Liebe ins Spiel kommt und die Gedanken nicht mehr zu kontrollieren sind?

 

MI 20.10.04
21 UHR

Alles, alles über Deutschland: Auf den Straßen

DIE ABFAHRER

BRD 1978, Farbe, 97 Min.

Regie: Adolf Winkelmann
Buch: Adolf Winkelmann, Gerd Weiss Kamera: David Slama Musik: Die Schmetterlinge Darsteller: Detlev Quandt, Ludger Schnieder, Anastasios Avgeris, Beate Brockstedt, Hermann Lause, Tana Schanzara, Gerd Weiss

"Roadmovie: Arbeitslose Jugendliche in Dortmund entdecken einen Möbelwagen und machen sich für ein paar Tage auf die große Reise."
Hans Helmut Prinzler, Chronik des deutschen Films

"'Filme muß man dann machen, wenn die Sache heiß ist, die Leute am Ort sind und es losgehen kann. Als Filmemacher in Dortmund kann man auf Gremien verzichten. Die sind zu weit weg, alles dauert zu lange.' Nach diesem Motto drehte Adolf Winkelmann [...] in seiner Heimat und mit Freunden seinen ersten Spielfilm. Ganze 200.000 Mark Fernsehgeld hatte er dafür zur Verfügung, und herausgekommen ist nicht nur eine urige Komödie mit herrlichen Kohlenpott-Typen, sondern ein Film, der ein plastischeres Bild der aktuellen Jugendarbeitslosigkeit zeichnete, als etwa der zur gleichen Zeit entstandene DIE FAUST IN DER TASCHE von Max Willutzki."
Robert Fischer, Joe Hembus, Der neue deutsche Film 1960-1980

 

DO 21.10.04
21 UHR

Werkschau Udo Kier

ANDY WARHOLS DRACULA
DRACULA VUOLE VIVERE: CERCA SANGUE DI VERGINE

Italien 1973, Farbe, DF, 102 Min.

Buch & Regie: Paul Morrissey
Kamera: Luigi Kuveiller Musik: Claudio Gizzi Darsteller: Vittorio de Sica, Joe Dallesandro, Udo Kier, Maxime de la Falaise, Dominique Darel

"Auf jungfräuliches Blut angewiesen, das er im heimatlichen Rumänien nicht mehr findet, begibt sich Graf Dracula (Udo Kier spielt ihn, hustend und blutspuckend, wie ein schwindsüchtiger Klaus Kinski) auf Jungfernfahrt nach Italien. Im verfallenen Schloß des bankrotten Marchese Di Fiori (Vittorio de Sica) findet er auch vier unvermählte Töchter.
Doch da ist noch Mario (Joe Dallesandro), der proletarische Hausdiener, der sein Zimmer mit Hammer und Sichel geschmückt hat und von der russischen Revolution träumt. Er tut sein Möglichstes, die wenigen verbliebenen Jungfrauen für Dracula 'ungenießbar' zu machen.
Nach FRANKENSTEIN ist dies der zweite Ausflug des Gespanns Andy Warhol und Paul Morrissey ins Genre des Horrorfilms [...]. Zwar keine Schlachthausorgie mit Sex wie FRANKENSTEIN, aber doch der Versuch, Bekannt-Bewährtes 'auszuschlachten': eine verquere Verbindung von Nostalgie und Parodie (mit Sex)."
Helmut W. Banz, Kölnische Rundschau

 

SA 23.10.04
19.30 UHR

Werkschau Udo Kier

GOLDFLOCKEN
LES FLOCONS D'OR

BRD/F 1975/76, Farbe, 163 Min.

Kamera, Buch & Regie: Werner Schroeter
Musik: Bizet, Mozart, Catarina Valente, Miriam Makeba, Mahalia Jackson, Rossini u.v.a. Darsteller: Magdalena Montezuma, Ellen Umlauf, Christine Kaufmann, Andréa Ferréol, Bulle Ogier, Ingrid Caven, Udo Kier

"Ein Vor- und Nachspiel, ein altes süffiges Melodram, ein naturalistisches Bahndamm-Melodram, eine poetische Trieb-Tragödie und ein kunstbayerisches Volksdrama. Udo Kier spielt einen Kindermörder: 'Alles war ganz blut'.
Die Episode ist in Bayern angesiedelt und hat trotz ihres Sujets ausgesprochenen burlesken Charakter. [...] Gerade Udo Kier gelingt - als tumber Tor und von der Umwelt in seine Rolle als Triebverbrecher Gedrängter - mit seinem lieb-naiven Gschau eine oft komische Karikatur."
Sebastian Feldmann

"Ich schaue nach vorne. Das Hirn ist frisch und jung. 'Man weiß mit 60 aber auch genau, daß man sterben muß, wenn die Körperadern platzen!' Das war ein Zitat aus meinem Film GOLDFLOCKEN von Werner Schroeter. Ich genieße jeden Moment und denke nicht darüber nach, wie alt ich bin. Das wäre ja furchtbar. Ich springe die Treppen immer noch so runter wie früher. Und wenn ich mir ein Bein verrenke, gibt es dafür Krankenhäuser. Altern, was heißt das eigentlich? Solange man nicht versucht, weise zu werden und Jüngere zu belehren, ist das wunderbar."
Udo Kier, zit. n. GALORE, Volume 4 (Uwe Huber)

 

MO 25.10.04
21 UHR

Werkschau Udo Kier

MY PRIVATE IDAHO

USA 1991, Farbe, DF, 105 Min.

Buch & Regie: Gus van Sant
Kamera: Eric Alan Edwards, John Campbell Musik: Bill Stafford Darsteller: Keanu Reeves, River Phoenix, James Russo, William Richert, Chiara Caselli, Udo Kier, Grace Zabriskie

"Die Olvidados, die Vergessenen von Portland: Strichjungen und Obdachlose, aber aus shakespeareschem Geschlecht. Verlorenheit und unerfüllbare Sehnsucht nach der Mutter bringen die Bilder dieses Films von Gus van Sant zum Vibrieren, so intensiv wie lang nicht mehr im amerikanischen Kino."
Fritz Göttler, Kölner Stadt-Anzeiger, 1991

"Obdachlose und Herumtreiber, Straßenjungen und Stricher sind die Figuren und Figuranten dieses Films, aber sie wissen selbst, sie sind mehr als das gewöhnliche Volk, keine Diebe unter den Horden des Tages, sondern Ritter vom Orden der Nacht: Jäger der Diana, Günstlinge des Mondes. [...]
Scott Favor (Keanu Reeves) ist der Günstling dieses Films. Dem Prinzen in "Henry V." gleich zieht er aus seinem Palast, um zu lernen, was das Leben ist, auf den Straßen seiner Stadt; Bob Pigeon (William Richert) ist sein Lehrer, sein Falstaff, der hat sich ganz dem Leben in den Tag hinein ergeben, voller Überschwang und Vertrauen, Kumpan und Vater für seine Kids. Eine tiefe Liebe verbindet die Mitglieder dieser Bande, aber auch eine Ahnung, daß Scott sie am Ende verraten muß... [...]
Ein Shakespeare-Film also, und doch ein purer Genrefilm, ein klassisches Americana [...]. Gus van Sant kam von der Malerei und der Musik zum Filmemachen, sein 'cinéma-vérité' [...] ist geprägt von Orson Welles und John Waters."
Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung, 1991